Villacher Dürrehilfe ist lediglich ein politisches Beruhigungspflaster!
500 Euro nach dem Gießkannenprinzip lösen keine strukturellen Probleme
Wenig Verständnis für die politische Selbstbeweihräucherung rund um die Dürrehilfe der Stadt Villach zeigt FPÖ-Stadtrat Erwin Baumann. „Unsere Bauern brauchen angesichts steigender Betriebskosten und der Folgen der Trockenheit zweifellos Unterstützung. Aber eine einmalige Zahlung von bis zu 500 Euro nach dem Gießkannenprinzip ist weder eine nachhaltige Agrarpolitik noch eine ernsthafte Antwort auf die wirtschaftlichen Herausforderungen unserer landwirtschaftlichen Betriebe“, stellt Baumann fest.
Aus freiheitlicher Sicht wären dauerhafte Entlastungen bei den Betriebskosten wesentlich wirksamer als punktuelle Zuschüsse. „Statt immer neue Förderungen, Futtermittelzuschüsse, Zinszuschüsse oder Kreditstundungen zu diskutieren, wäre es wesentlich vernünftiger, die landwirtschaftlichen Betriebe endlich von der Mineralölsteuer und der CO₂-Bepreisung zu entlasten. Das würde unmittelbar Kosten senken, die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und den Bauern dauerhaft mehr finanziellen Spielraum verschaffen. Eine solche Maßnahme hätte einen wesentlich größeren Effekt als ein einmaliger Zuschuss aus dem Villacher Stadtbudget“, betont Baumann.
Abschließend stellt Baumann klar: „Ich gönne jedem Villacher Bauern die 500 Euro und selbstverständlich soll eine beschlossene Hilfe auch rasch ausbezahlt werden. Aber wir dürfen uns nicht einreden lassen, dass damit die Probleme gelöst wären. Unsere Landwirtschaft braucht wirtschaftliche Perspektiven und dauerhaft niedrigere Kosten statt gelegentlicher Beruhigungspillen aus dem Rathaus. Dasselbe gilt für unsere Unternehmer, die Bauwirtschaft und die Pendler. Genau daran wird sich die Politik von SPÖ und ÖVP messen lassen müssen.“