Schutz von Frauen und Kindern
Nießner fordert rasches Handeln in der Oberschütt
Nach aktuellen Berichten über sexuelle Belästigungen an Kärntner Gewässern erreichen die FPÖ-Klubobfrau auch Hinweise auf zunehmend problematische Zustände an der Gail. Bürgermeister Albel soll jetzt präventiv handeln.
Sicherheit muss vorbeugen, bevor etwas passiert
Besorgte Bewohner aus der Oberschütt berichten von einer zunehmenden Belastung durch Besucher, Verkehr und Lärm. Nun erreichen Katrin Nießner, Klubobfrau des FP-Gemeinderatsklubs Villach auch Schilderungen über sexuelle Handlungen im unmittelbaren Bereich des Gailufers.
„Solche Hinweise nehme ich sehr ernst. Gerade wenn Frauen, Jugendliche oder Familien unterwegs sind, muss das Gefühl von Sicherheit gewährleistet sein. Gleichzeitig haben auch die Anrainer Anspruch darauf, sich in ihrem eigenen Wohnumfeld sicher und ungestört bewegen zu können. Wir dürfen nicht warten, bis es zu tatsächlichen Übergriffen kommt“, betont Nießner.
Die aktuelle Entwicklung gibt zusätzlichen Anlass zur Sorge: Erst Anfang August wurden Medienberichte über mutmaßliche sexuelle Belästigungen an der Gail und am Forstsee bekannt. In einem aktuellen Fall an der Gail schilderte eine junge Frau, von einem Mann mit Fernglas beobachtet worden zu sein; auch von öffentlicher Selbstbefriedigung wurde berichtet. Die Landespolizeidirektion Kärnten hatte bereits nach früheren Vorfällen darauf hingewiesen, dass öffentliche geschlechtliche Handlungen verboten sein können.
Bürgermeister Albel ist jetzt gefordert
Nießner sieht daher Bürgermeister Günther Albel in der Verantwortung, die Entwicklung in der Oberschütt frühzeitig ernst zu nehmen und gemeinsam mit den zuständigen Stellen geeignete Maßnahmen zu setzen.
„Mein Anliegen ist ganz klar die Prävention. Frauen und Kinder sollen sich an der Gail sicher aufhalten können, Familien ihre Freizeit dort verbringen können und die Anrainer in ihrem Wohnumfeld sicher und ungestört leben können“, stellt die Freiheitliche klar.
„Wir sollten jetzt handeln, bevor sich Zustände entwickeln, wie sie mittlerweile von anderen Stellen an der Gail oder von anderen Kärntner Gewässern berichtet werden. Prävention ist immer besser, als später auf einen konkreten Vorfall reagieren zu müssen“, sagt die Klubobfrau.
Schutz und Erholung müssen zusammen möglich sein
Nießner betont zugleich, dass es ausdrücklich nicht darum gehe, Menschen den Aufenthalt an der Gail zu verwehren. „Die Gail soll ein Ort bleiben, an dem Menschen ihre Freizeit genießen können. Das gilt für alle: für Familien, Frauen und Kinder ebenso wie für die Bewohner vor Ort. Dafür braucht es klare Rahmenbedingungen und gegenseitige Rücksicht“, so Nießner abschließend.