Gesundheitsreform wirft immer mehr Fragen auf!
Volle Transparenz über Kosten, Mietverträge und Managementstrukturen des geplanten Primärversorgungszentrums in Villach
„Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung muss im Mittelpunkt stehen, nicht aber die Schaffung neuer teurer Verwaltungsstrukturen“, kritisiert der Villacher FPÖ-Stadtrat Erwin Baumann die bekannt gewordenen Pläne rund um das neue Primärversorgungszentrum (PVZ) in Villach.
Laut Medienberichten sollen rund 7,2 Millionen Euro in die Errichtung des Zentrums investiert werden. „Das ist eine gewaltige Summe. Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, ob dieses Geld tatsächlich zu einer besseren medizinischen Versorgung führt oder ob hier vor allem neue Verwaltungsapparate, hohe Mietkosten und zusätzliche Managementebenen finanziert werden“, so Baumann.
Besonders kritisch sieht der FPÖ-Stadtrat die Entwicklung, dass bewährte Hausarztpraxen zunehmend durch zentral organisierte Primärversorgungseinheiten ersetzt werden sollen. „Unsere Hausärzte leisten seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit. Statt ihre Tätigkeit zu stärken und die Rahmenbedingungen zu verbessern, werden immer neue Strukturen aufgebaut, deren Wirtschaftlichkeit bislang nicht nachvollziehbar belegt wurde.“
Baumann verweist darauf, dass mit jedem neuen Zentrum auch zusätzliche Verwaltungskosten entstehen. „Geschäftsführungen, Verwaltungsmitarbeiter, langfristige Mietverträge und hohe Infrastrukturkosten müssen letztlich ebenfalls finanziert werden. Diese Ausgaben fehlen dann möglicherweise dort, wo sie eigentlich gebraucht würden, nämlich bei der unmittelbaren Versorgung der Patienten.“
Der FPÖ-Stadtrat fordert daher vollständige Offenlegung sämtlicher Investitions-, Miet- und Betriebskosten sowie der organisatorischen Struktur des geplanten PVZ. „Die Beitragszahler finanzieren dieses System. Deshalb müssen sie auch nachvollziehen können, wohin ihr Geld fließt.“
Die Gesundheitsreform dürfe nicht dazu führen, dass Bürokratie zunehme und die Versorgung teurer werde. “Unser Ziel muss eine starke wohnortnahe medizinische Versorgung mit Hausärzten sein: effizient, transparent und im Interesse der Patienten“, betont Baumann abschließend.