Gailufer in der Oberschütt
FPÖ fordert Schutz von Natur, Tieren und Anrainern
Lagerfeuer, Müll und freilaufende Hunde: Nießner und Baumann wollen Naturschutz und Prävention entlang der Gail stärker in den Fokus rücken.
Bei Waldbrandgefahr ist besondere Vorsicht gefragt
Besorgte Anrainer berichten neben den Belastungen durch Besucher auch von zunehmenden Beeinträchtigungen entlang der Gail. Besonders ernst nehmen FPÖ-Klubobfrau Katrin Nießner sowie LAbg. und StR. Erwin Baumann Berichte über mögliche Lagerfeuer im Bereich der Gail und der angrenzenden Waldflächen.
Baumann ist selbst aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und kennt die Gefahren von Bränden aus unmittelbarer Erfahrung. „Bei dieser Trockenheit ist offenes Feuer in Waldnähe im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich. Hier darf kein unnötiges Risiko für Menschen, Tiere und Natur entstehen“, warnt Baumann.
Wildtiere leiden bereits an Hitzestress
Die derzeitige Hitze und Trockenheit verschärfen die Belastung für Wildtiere weiter. Lärm, freilaufende Hunde, Müll, Glasscherben und unnötige Störungen sind in dieser Situation besonders problematisch.
„Wir dürfen bei all dem verständlichen Wunsch nach Abkühlung nicht vergessen, dass wir uns den Lebensraum mit Tieren teilen. Gerade jetzt brauchen sie Rückzugsräume“, so Nießner.
Schutz und Erholung miteinander verbinden
Der betreffende Bereich liegt in einem Naturschutzgebiet. Nießner und Baumann betonen, dass es darum gehe, die Schönheit der Gail zu bewahren und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Zugang für Besucher zu ermöglichen.
„Viele Menschen verbringen ihre Freizeit verantwortungsvoll in der Natur. Ihnen gilt mein Dank. Wir sprechen über jene Fälle, in denen Regeln nicht eingehalten werden und dadurch Natur, Tiere oder Anrainer beeinträchtigt werden“, führt Nießner aus.
Auch die aktuelle Diskussion über die Sicherheit von Frauen an Kärntner Gewässern zeige, wie wichtig klare Rahmenbedingungen und Prävention seien. Nießner regt daher an, neben Naturschutz und Anrainerschutz auch geeignete Fachstellen für Frauenberatung, Gewaltschutz und Prävention einzubinden.
Baumann will Landesebene einbinden
LAbg. und StR. Erwin Baumann sieht neben der Stadt auch das Land Kärnten gefordert. „Wir brauchen hier eine abgestimmte Vorgehensweise. Ich werde mich dafür einsetzen, dass auch auf Landesebene geprüft wird, welche Unterstützung für den Schutz der betroffenen Gailabschnitte möglich ist.“
Baumann will dazu insbesondere die zuständige Landesrätin für Naturschutz und Umwelt, Marika Lagger-Pöllinger, ansprechen. „Naturschutz, Sicherheit und die Interessen der Anrainer dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es geht darum, gemeinsam Lösungen zu finden, die diesen Bereich langfristig schützen und zugleich einen verantwortungsvollen Aufenthalt ermöglichen.“
Nießner und Baumann plädieren für ein abgestimmtes Vorgehen mit klaren Informationen vor Ort und gut erkennbaren Hinweisen. „Die Menschen in der Schütt sollen sich in ihrem Wohnumfeld sicher und ernst genommen fühlen. Gleichzeitig müssen Natur und Tiere den Schutz bekommen, den sie gerade in dieser Hitzeperiode brauchen“, so Nießner.